Kinder kühlen schnell aus / DRK-Wintertipps für Eltern
Auch bei Minusgraden dürfen Kinder nach draußen. Denn Bewegung und frische Luft stärken den Kreislauf und machen gute Laune. Weil Kinder schneller als Erwachsene auskühlen, sollten Eltern aber ein paar Regeln beachten.
Tipp 1: Babys immer am Körper tragen
"Der wichtigste Rat für Eltern ist: Babys immer am Körper tragen!" - sagt Kinderarzt Prof. Joachim Gardemann aus Münster, der seit Jahren für das Rote Kreuz weltweit Einsatz ist. "Im Kinderwagen oder einer Babyschale kann es schnell zu einer Unterkühlung kommen. Deshalb ist es besser, sich die ganz Kleinen beispielsweise mit einem Tuch vor den Bauch zu binden und den eigenen Mantel drüber zu schließen. Körperwärme ist der beste Schutz."
Tipp 2: Nicht ohne meine Mütze
Aber auch größere Kinder brauchen einen guten Kälteschutz. Ohne Mütze sollten sie gar nicht das Haus verlassen, denn wegen ihres oft noch dünnen Haares verlieren Kinder über den Kopf viel Wärme. Auch wichtig: Ein Schal. Er kann zur Not bis unter die Augen gezogen werden, um die kälteempfindliche Nasen- und Wangenpartie zu schützen.
Tipp 3: Die winddichte Zwiebel
Kleiden Sie Ihre Kinder im Zwiebellook. "Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Und die äußerste Schicht sollte winddicht sein, das hält die Kälte am besten draußen", sagt Gardemann.
Tipp 4: Wer bibbert muss rein
Eine Unterkühlung bemerkt man an Zittern, blasser Haut und bläulichen Lippen. Bei Anzeichen einer Unterkühlung sollte man Kinder in einen normal warmen Raum bringen und am besten in eine Decke einhüllen. Warme - nicht heiße - Getränke mit Zucker helfen bei der Erwärmung.
Tipp 5: Erfrierungen nicht aktiv erwärmen
Erfrierungen sind in unseren Breitengraden eher selten. Erfrierungen ersten Grades erkennt man an weißen, gefühllosen Stellen - meist an Fingern oder der Nase. Hier sollte man nicht aktiv Wärme zuführen, denn es kann sehr schmerzhaft sein, wenn die Durchblutung schlagartig einsetzt. Vielmehr sollte man die betroffenen Partien bei Zimmertemperatur langsam aufwärmen lassen.
Das Foto zeigt die DRK Kameraden Philipp Stekker, Ingo Ennen und Dirk Tunder mit den Mitgliedern der Kinderfeuerwehr Tannenhausen und deren Betreuerinnen.
Am Nachmittag besuchten Kameraden der DRK Bereitschaft Aurich die Kinderfeuerwehr Tannenhausen im Feuerwehrgerätehaus Tannenhausen.
Diese hatten ihre Gruppenstunde und beschäftigten sich mit den Grundlagen der Ersten-Hilfe.
Das Bereitschaftsmitglied Philipp Stekker (ebenfalls Mitglied der Freiwilligen Ortswehr Tannenhausen) hatte die Gruppenstunde vorbereitet und durchgeführt. Er bat die DRK-Bereitschaft Aurich, ihn mit dem 4-Trage-KTW zu unterstützen.
Die Kameraden Ingo Ennen und Dirk Tunder folgten der Einladung gerne und unterstützten bei der Durchführung der Gruppenstunde. Sie zeigten den Kindern das Fahrzeug mit der entsprechenden Ausstattung und gingen dabei auf schon gemachte Erfahrungen und das zuvor gelernte Wissen ein.
Der Besuch war für die Mitglieder der Kinderfeuerwehr ein sehr interessantes Ereignis und auch die Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr waren sehr zufrieden.
Sie werden gerne nochmal auf das DRK Aurich, insbesondere der Notfalldarstellungsgruppe des Jugendrotkreuzes Aurich zurückgreifen um weiterhin interessante Gruppenstunden und Aktivitäten insbesondere im Bereich der Ersten Hilfe zu gestalten.
Auch den Kameraden des DRK machte der Besuch der Kinderfeuerwehr viel Spaß. Sie waren über das schon vorhandene Wissen erstaunt, und freuten sich über viele Fragen der sehr interessierten Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und deren Betreuerinnen.
Text: Ingo Ennen
Aktualisiert (Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 23:08 Uhr)
Wundstarrkrampf ist eine lebensgefährliche Infektion
Weltweit erkranken jährlich rund eine Million Menschen an Tetanus, dem sogenannten Wundstarrkrampf. Über die Hälfte der Infizierten stirbt im Verlauf der Erkrankung. In Europa stellt der Wundstarrkrampf dank wirksamer Schutzimpfungen keine große Bedrohung mehr dar. Allerdings muss die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Experten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen weisen darauf hin, dass der Impfschutz nur dann wirkt, wenn nach der Grundimmunisierung spätestens alle zehn Jahre eine Auffrischungs-Impfung erfolgt.
Die Tetanus-Erkrankung wird durch das Gift eines Bakteriums hervorgerufen. Es schädigt das Nervensystem des infizierten Menschen und führt zu einer krampfartigen Erstarrung der Muskulatur. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu lebensbedrohlichen Atemstillständen kommen.
Der Tetanuserreger ist auf der ganzen Welt verbreitet. Er befindet sich im Boden und gelangt über Wunden und offene Verletzungen in den menschlichen Körper. Die Grundimmunisierung findet in der Regel bereits im Säuglingsalter durch drei zeitlich gestaffelte Impfungen statt. Danach sind nur noch Auffrischungsimpfungen erforderlich. Diese Impfungen sollten im Impfpass vermerkt werden, damit der Impfstatus jederzeit überprüft werden kann.